Die 6-fach-Impfung

Diese Impfung beinhaltet die Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Pertussis (Keuchhusten), HiB (Haemophilus influenzae Typ B) und Hepatitis B.

 

Sie wird im Alter von 2, 3 und 4 Monaten geimpft und mit 11 - 14 Monaten erneut aufgefrischt.

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Tetanus wird durch ein ein Bakterium verursacht, das nahezu überall vorkommt, z.B. in Straßenstaub oder auch Gartenerde. Bei Sauerstoff-Abwesenheit (z.B. wenn eine Wunde nicht blutet) vermehrt sich das Bakterium und sondert Giftstoffe (Toxine) ab, die dann zu den typischen Krämpfen führen. Zur Sterblichkeitsrate findet man unterschiedliche Angaben, von 1-2 % (3) bis über 30 % (2).

 

Die Impfung beinhaltet ein entgiftetes Tetanustoxoid, das nicht die Vermehrung des Bakteriums stoppt, sondern die Auswirkungen des von ihm erzeugten Giftstoffes verhindern soll. (5)

  • Argumente der Impfbefürworter:

    • Tetanus ist eine lebensgefährliche Infektionskrankheit.

    • Die Impfung gibt Sicherheit, dass diese Krankhiet nicht zum Ausbruch kommen kann.

  • Argumente der Impfkritiker:

    • Das Konzept der Impfung macht keinen Sinn, da der Körper gegen Toxine keine Antikörper bilden kann und so auch kein Schutz erzeugt wird.

    • Die sehr gute medizinische Versorgung und hygienische Vorkehrungen sind der beste Schutz vor Tetanus.

 

Diphtherie

Diphtherie tritt hauptsächlich in Notzeiten und in sogenannten "Elendsregionen", z.B. Krisen- und Kriegsgebieten, auf. Kennzeichnend ist hier die schlechte hygienische Versorgung sowie die schlechte Abwehrlage der Bewohner.

Die Erkrankung wird - ebenso wie Tetanus - durch ein Bakterium ausgelöst und auch hier wirkt nicht das Bakterium selbst, sondern der von ihm erzeugte Giftstoff. Dieser erzeugt zunächst Entzündungen der Rachenlymphorgane (Mandeln, Kehkopf) sowie mässiges Fieber. Komplikationen können eine Herzmuskel- oder Nierenschädigung sein, aber auch Lähmungen im Atemtrakt, was zu Erstickung führt.

 

Die Impfung basiert – wie bei Tetanus – auf der Verabreichung eines entgifteten Giftstoffes.

  • Argumente der Impfbefürworter:

    • Durch die hohe Impfbeteiligung tritt diese Krankheit in Deutschland so gut wie nicht mehr auf (2).

    • Dennoch sollte geimpft werden, um die Gefahr der Wiedereinschleppung zu mindern (2).

  • Argumente der Impfkritiker:

    • Die gute Abwehrlage in der Gesamtbevölkerung (Ernährung, medizinische Versorgung) macht eine Impfung unnötig. (5)

    • Diphtherie ist mit Antibiotika sehr gut zu behandeln (5)

    • Das Konzept der Impfung ist – aus denselben Gründen wie bei Tetanus – in Frage zu stellen.(3)

 

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Die Kinderlähmung kommt in Deutschland nicht mehr vor (2). Die wenigen Fälle, die noch vorkommen, sind entweder eingeschleppt oder durch Impfungen verursacht (5). Es handelt sich um eine Virusinfektion, die zu Lähmungen der Arme, Beine, aber auch Atmung und damit zum Tod durch Ersticken führen kann.

 

Die Impfung wurde früher als Schluckimpfung verabreicht, dies ist inzwischen nicht mehr üblich, sondern es wird der abgetötete Erreger direkt injiziert.

 

 

  • Argumente der Impfbefürworter:

    • Kinderlähmung kommt zwar nicht mehr vor, es besteht aber weiter eine infektionsgefahr durch eingeschleppte Erkrankungen (2).

    • Die Ausrottung der Kinderlähmung (Ziel der WHO) kann nur bei hoher Durchimpfungsrate der Bevölkerung erreicht werden (2)

  • Argumente der Impfkritiker:

    • Es gibt praktisch keine Ansteckungsquelle mehr in Europa für diese Erkrankung (3), also braucht man auch nicht impfen lassen

    • Bei den hiesigen hygienischen Verhältnissen bessteht kein Grund, alle Kinder impfen zu lassen (5)

 

 

Pertussis (Keuchhusten)

Diese Erkrankung beginnt zunächst mit grippeähnlichen Symptomen, später entwickelt sich der typische langandauernde Anfallshusten, der nach ca. 6 – 12 Wochen abklingt. Säuglinge im ersten Lebensjahr sind hier besonders gefährdet, weil sie noch nicht richtig abhusten können und so die Gefahr des Erstickens besteht. Ab dem vollendeten ersten Lebensjahr besteht keine Gefahr mehr, dann können die Kinder den Schleim gut abhusten.

 

Geimpft wird in einer Kombinationsimpfung mit dem azellulären Impfstoff (Zellbestandteile).

  • Argumente der Impfbefürworter:

    • Im ersten Lebensjahr ist die Erkrankung besonders gefährlich, da die Säuglinge den Schleim nicht abhusten und so ersticken können.

  • Argumente der Impfkritiker:

    • Der Impfschutz ist erst nach Vollendung des ersten Lebensjahres vollständig, daher macht die Impfung wenig Sinn.

    • Keuchhusten kann an sich gut behandelt werden.

 

HiB (Haemophilus influenzae Typ B)

Hierbei handelt es sich um ein Bakterium, das Atemwegsinfekte mit Atemnot und eine Hirnhautentzündung verursachen kann. Die Erkrankung kann für Kleinkinder bis etwa zum 6. Lebensjahr gefährlich sein, ernsthafte Erkrankungen gibt es nur bei einem geringen Prozentsatz (5).

 

Die Impfung beinhaltet ein „Zuckermolekül aus der Kapsel des Bakteriums, das an ein Eiweissmolekül gebunden wird, um überhaupt eine Abwehrreaktion hervorzurufen“ (5).

 

  • Argumente der Impfbefürworter:

    • HiB gehört zu den schwersten bakteriellen Infektionskrankheiten im Kleinkindalter (2).

    • Gefürchtet sind insbesondere Hirnhaut- und Kehlkopfentzündung, die zu Komplikationen oder zum tod führen können (2).

  • Argumente der Impfkritiker:

    • Eine gute Abwehrlage ist der beste Schutz und das Kind bekommt im Infektionsfall höchstens eine durchschnittliche Erkältung oder Halsentzündung (5).

    • Durch die frühen Impfungen werden die Abwehrbarrieren der Kinder geschwächt, dadurch kann die Blut-Hirn-Schranke von anderen Erregern leichter passiert werden und es tritt eine von diesen Erregern verursachte Meningitis auf (3).

 

 

Hepatitis B

Hier handelt es sich um eine virusbedingte Leberentzündung. Komplikationen können auftreten, wenn die Erkrankung chronisch wird (Hepatitis C), dann kann es zu schweren Leberschäden kommen.

 

Der Impfstoff wird gentechnisch hergestellt, da sich die Hepatitis B-Viren nur schwer anzüchten lassen. (8)

  • Argumente der Impfbefürworter:

    • Ich konnte keine finden, die für die allgemeine Impfung von Kindern sprechen, lediglich für die Impfung von Kindern, deren Mütter an Hepatitis B erkrankt sind).

  • Argumente der Impfkritiker:

    • Diese Erkrankung wird durch Blut oder Körperflüssigkeiten (z.B. bei Drogenmissbrauch, Geschlechtsverkehr, Tätowierungen) übertragen. Diesen Situationen sind Säuglinge und Kleinkinder im Allgemeinen nicht ausgesetzt und von daher kann diese Impfung unterbleiben. (3, 5)

    • Sie macht lediglich Sinn bei Neugeborenen von hepatitiskranken Müttern, da diese die Erkrankung auf ihr Kind übertragen können.

 

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